Der Unterschied zwischen Aromen und Liquid, was kommt in meine E-Zigarette?

10.05.2020 12:34

Der Unterschied zwischen Aromen und Liquid -

was kommt in meine E-Zigarette?

Zunächst klären wir die Frage, worum es sich bei einem E-Zigaretten Liquid handelt: Wird in der Dampfer Szene von einem Liquid für eine E-Zigarette gesprochen, ist in den meisten Fällen eine Flasche mit 10 ml Inhalt gemeint, die als Nikotinfreies Produkt erhältlich oder auch mit Nikotin versetzt ist. Der Vorteil an diesem Liquid ist, dass man es sofort Dampfen kann. Seit kurzem erhält man diese Liquids auch mit Nikotinsalz. Sie erzeugen kein Kratzen beim Inhalieren wie Liquids, die mit herkömmlichen Nikotin versetzt wurden. Wenn man den richtigen Geschmack gefunden hat kann es sein, dass der Hersteller diesen auch als Shortfill anbietet. Um euch die Frage direkt vorweg zu nehmen: Ein Shortfill ist eine Flasche, in der meist Nikotinfreies überdosiertes Liquid enthalten ist. Diese Flaschen enthalten ca. 10 – 20 ml weniger Liquid um dieses zusätzlich noch mit Nikotin oder Salz-Shots zu verfeinern. Ihr erhaltet bei den Shortfills meistens ein besseres Preis-Mengen-Verhältnis und deshalb sind diese Produkte am besten für Dampfer geeignet, die schon ihr Liquid gefunden haben.

Und was ist ein Longfill?

Anders als bei dem Shortfill Liquid fehlt bei einem Longfill die Base (Basis Liquid) und ggf. der Nikotinshot. Es befindet sich in der Flasche lediglich das reine Aroma des jeweiligen Geschmacks.

Die gängigsten Longfill Behältnisse sind 60 und 120 ml Flaschen. In diesen Flaschen befindet sich das Aroma, dass als Erstes mit Nikotin versetzt werden muss. Dieser Schritt richtet sich natürlich nur an Dampfer, die Nikotin in ihrer E-Zigarette verwenden. Nikotinfreie Dampfer können diesen Schritt überspringen.

Aber warum machen wir die Shots als Erstes in die Flasche?

Dies ist dem Platz in der Flasche geschuldet. Um auf dem gewünschten Nikotingehalt zu kommen müssen in die Flasche die richtige Anzahl Nikotinshots eingefüllt werden:

Nikotinstärke

Behältnis Größe

Anzahl Nikotinshots

3 mg/ml

60 ml

1

3 mg/ml

120 ml

2

6 mg/ml

60 ml

2

6 mg/ml

120 ml

4

12 mg/ml

60 ml

4

12 mg/ml

120 ml

8

Nach dem Einfüllen der gewünschten Menge Nikotinshots wird die Flasche bis zum Flaschenhals mit Base aufgefüllt. Danach müssen Aroma, Nikotin und Base gut geschüttelt bzw. verrührt werden, damit sich die Stoffe vermischen können. Bei den Aroma Longfills wird empfohlen die Flüssigkeit 2 – 3 Tage ruhen zu lassen, damit sich das Aroma verteilen kann.

Falls nun dennoch fragen aufgekommen sind, beraten wir euch gerne in unserem Offline Shop in Leverkusen oder per Chat im Online-Shop.

Was ist ein Nicsalt / Nikotinsalz?

Ein Liquid das mit einer speziellen Art an Nikotin versetzt wurde heißt Nikotinsalz bzw. Nicsalt in der Dampfer Gemeinde. Der Unterschied zum herkömmlichen Liquid ist, dass bei diesen Liquids Nikotinsalz hinzugegeben wurde, ein Nikotin ist mit einem sehr niedrigen pH-Wert. Dadurch ist das Nikotin in dieser Form besser verträglich und kratzt weniger bei der Inhalation und dazu wird die subjektive Nikotinsättigung schneller erreicht. Für Umsteiger die mit dem Konsum von Tabak Zigaretten aufhören wollen, eignen sich diese Liquids besonders. Aber es sollte trotzdem vorher ermittelt werden in welcher Nikotin-Konzentration diese konsumiert werden sollten um einen Rückfall oder Benutzung im dualen System zur schädlichen normalen Zigarette zu vermeiden. Wir beraten Sie gerne in unserem Fachhandel.

Welche Inhaltsstoffe sind in E-Zigaretten Liquids?

Das Liquid, dass wir in unserem Verdampfer benutzen besteht meist aus drei Inhaltsstoffen: pflanzliches (Vegetable) Glyzerin (VG), Propylenglycol (PG) und Aroma. In der traditionellen Mischung befindet sich außerdem noch destilliertes Wasser.

Früher wurde zu den Liquids destilliertes Wasser hinzugegeben um die Viskosität (Nachfluss) zu erhöhen. Damit sollte gewährleistet werden, dass die Watte im Verdampferkopf immer mit Liquid gesättigt ist. Früher waren die E-Zigaretten noch nicht so fortschrittlich wie wir diese heute kennen und konnten deshalb noch nicht so leicht das Liquid aufnehmen wie die modernen Geräte von heute. Viele Verdampfer waren früher noch mit Kordeln bestückt, die das Liquid zum Coil fördern mussten. Da diese Kordeln nicht so eine starke Saugfähigkeit hatte wie die Watten, die wir heute kennen war der Transport von Liquids mit einer Höheren Viskosität (50/50, 70/30, 80/20) fast unmöglich. Einige alt Dampfer schwören aber weiterhin auf diese Technik.

Da sich die Liquid Zutaten voneinander unterscheiden, stellt sich oft bei den neuen Dampfern die Frage nach dem richtigen Verhältnis.

Welches ist das richtige Mischungsverhältnis beim Dampfen?

Der Geschmacksträger Propylenglycol ist durch seine dünnflüssige Beschaffenheit bestens für den Einsatz in einem Liquid geeignet. Pflanzliches Glyzerin hingegen ist gerade wegen der Viskosität, die einem Honig ähnelt und der Aufnahme von Aroma als reiner Stoff ist ungeeignet. Deshalb bestehen Liquids aus einer Verbindung der beiden Stoffe. Propylenglycol verleiht dem Liquid den Geschmack, da es das Aroma hervorragend aufnimmt und dieses im Liquid verteilt. Das Glyzerin erzeugt in einem Liquid den Dampf. Je höher die Konzentration, umso mehr Dampf wird produziert. Deswegen werden bei Wettbewerben bei den Cloud-Chasern oft Liquids verwendet, die einen hohen VG Anteil haben.

Aber welches Mischungsverhältnis ist das richtige für mich?

Es kommt natürlich darauf an was ihr wollt. Liquids mit einem hohen Glyzerin Wert von 70 – 80 % eignen sich hervorragend für DL Verdampfer (Direkt Lunge),die im Sub-Ohm Bereich arbeiten.

Bei den Sub-Ohm Geräten wird eine größere Menge an Dampf erzeugt und da könnte das Propylenglycol zu einem negativen Effekt führen. Denn durch einen zu hohen Gehalt könnte ein Kratzen sowie eine zu starke Intensität des Aromas bestehen und dies könnte zum Rückfall zur Zigarette führen.  

Es gibt aber auch eine Technik wo dieser, in der Dampfer Szene genannte Throathit gewünscht ist. Es handelt sich um das MTL (Mund zur Lunge) Dampfen. Bei dieser Technik wird der Effekt durch DEN Nikotingehalt hervorgerufen den bei MTL Verdampfern liegt dieser meist höher als bei DL. Die Verdampfung in MTL Geräten ist genau die richtige Alternative zur Zigarette und empfiehlt sich oft bei Einsteigern.  Beim MTL Geräten wird das ziehen wie an einer normalen Zigarette imitiert und vermittelt dem Anwender das orale Gefühl an einer Zigarette zu ziehen. Da diese Geräte mit einem Ohm wert über 1 Ohm Arbeiten und deshalb im niedrig Watt Bereich laufen, muss dem Liquid ein Propylenglycol-Gehalt von min. 50 % vorliegen, um das Aroma gut zu verdampfen. Da aber auch der Nachfluss durch den hohen Propylenglycol-Gehalt profitiert und dadurch gewährleistet, dass die Verdampfer mit ihren kleinen Liquid Öffnungen nicht trocken laufen (Dry-Hit).

Wenn man hierzu noch seine Liquids selber mischt, kann man dessen Bestandteile völlig frei beeinflussen wie sich Dampf-, Fließ- und Intensität verhalten. Exotische Liquids können dann einfach hergestellt werden wie Liquids mit einem hohem VG Anteil.

Da aber das Selbstmischen einige Tücken bereithält, empfehlen wir die Beratung im Fachhandel und das Zurückgreifen auf etablierte Marken.

Wir hoffen wir konnten euch mit diesem Beitrag inspirieren und freuen uns über eurer Feedback in den Kommentaren.

Vape-On

Das Team der Liquidküche


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